Geburtsbericht von Ida am 12. Oktober 2017
Den ganzen Tag über schon hatte ich das Gefühl, Fruchtwasser zu verlieren. Ich war mir aber nicht so ganz sicher, da es sehr wenig war. Einige Stunden und Unterhosen später war ich mir ziemlich sicher, dass es Fruchtwasser sein musste.

Miriam sagte, ich solle alles soweit vorbereiten. Die Kinder waren bei meiner Schwiegermutter. Helge und ich machten es uns gemütlich, erst auf dem Sofa, später im Bett. Ich spürte ganz leichte Wehen, als sie regelmäßig wurden, rief ich Miriam an. Sie richtete ihr Nachtlager auf unserem Sofa ein, ich spürte die Wehen kräftiger, döste vor mich hin.
Irgendwann bin ich eingeschlafen, und als ich am Morgen erwachte, waren die Wehen wie weggeblasen…Ich war etwas frustriert, frühstückte erst einmal, duschte, ging danach unsere Treppen hoch und runter, da dies die Geburt von Lasse damals richtig in Schwung gebracht hatte. Aber es tat sich nichts mehr… Nach einer kurzen Lagebesprechung mit Miriam leitete sie die Geburt dann ein, da wir aufgrund meines Blasensprungs nicht länger warten durften. Nach ein paar Globulis, einem Rührei mit Rizinusöl und einem Einlauf kuschelte ich mich wieder unter die Bettdecke, guter Dinge, dass es jetzt bald losgehen würde.
Und so war es dann auch. Gegen 11 Uhr spürte ich wieder regelmäßige Wehen, die auch rasch kräftiger wurden. Wir freuten uns alle drei richtig darüber. Ich wollte jetzt noch schnell in den Wehenpausen etwas essen, um mich zu stärken. Knäckebrot mit Butter und Honig, eine wunderbare Empfehlung Miriam!
Die Wehen wurden noch knackiger. Das Köpfchen drückte schon ordentlich nach unten, und so ging es dann doch alles sehr schnell voran. Erst suchte ich noch nach einer angenehmen Position für mich. Bis ich mich dann wieder im Vierfüßlerstand auf der Yogamatte vor unserem Bett eingerichtet habe. So ist auch zuvor Lasse auf die Welt gekommen. Vorne konnte ich mich an Helge klammern, hinten gab mir Miriam bei jeder Wehe Halt. Dazu die aufmunternden Worte von Miriam und Meike, die inzwischen auch eingetroffen war. All das gab mir so viel Halt und Kraft und fühlte sich sicher und gut an.
Und so haben wir es geschafft, Ida und ich. Um 15.21Uhr war sie bei uns, die kleine Ida. Helge war beim ersten Nachschauen nicht ganz sicher und meinte, es sei wohl wieder ein Junge. Aber Meike schaute dann auch gleich nochmal und sagte, es sei ganz ohne Zweifel ein Mädchen. Wie lustig und wie wunderbar! Und das Verrücke war, dass Lasse, der ja im gleichen Zimmer in der gleichen Position drei Jahre vorher im Juni mit Miriam und Meike zur Welt kam, genau um die gleiche Uhrzeit, um 15.21Uhr geboren wurde.
Es ist so schön, Ida bei uns zu haben. Ihre drei großen Brüder finden das auch. Und sie finden auch, dass wir eine sehr tolle Hebamme haben. Und das finden Helge und ich auch. Danke Miriam für alles. Es ist so unbeschreiblich gut und wertvoll, dieses Wunder der Geburt zu Hause erleben zu können.
Danke Miriam, Danke Meike, dass ihr es möglich gemacht habt.