Vera Krause
Vera Krause
Hebamme
Drosselweg 1
21406 Melbeck
Tel. : 04134 - 61 69

Praxis:
Hinter der Bardowicker Mauer 13a
21335 Lüneburg
                                                                     
 

 

 

Ich biete an : 

  • Schwangerenvorsorgeuntersuchungen
  • Hilfe bei Schwangerschaftsbeschwerden und Wehen
  • Hausgeburt / Wassergeburt, Begleitung bei Fehlgeburt
  • Wochenbettbetreuung, Stillberatung
  • Fußreflexzonenmassage
  • K-Tapen
 

 

Ich wurde 1967 als drittes Kind in Duisburg geboren, in einer Klinik, wie üblich, und nicht gestillt, da zu dieser Zeit leider eine so schlechte Stillberatung üblich war, dass es einfach nicht klappte. Meine Mutter wurde bei meiner Geburt, wie auch bei der meiner Geschwister, allein gelassen und spannenderweise war es der Arzt, der mich nach der Geburt zu meiner Mama gegeben hat. Die Hebamme wollte mich gleich waschen und anziehen, damit sie mit ihrer Arbeit fertig werden konnte.

Als Kind und auch später als Jugendliche fragte ich meine Mutter immer wieder nach ihren Geburtserfahrungen und der ersten Zeit mit uns aus, mich faszinierte schon früh alles, was mit Schwangerschaft und Geburt zu tun hatte. Ich merkte, dass meine Mutter gerne mehr Betreuung erlebt hätte, dass sie damit zu kämpfen hatte, in dieser Zeit alleingelassen worden zu sein. Nachdem ich als Grundschulkind noch Säuglingskrankenschwester werden wollte, entwickelte sich als Jungendliche, so etwa in der 10./11. Klasse, der Berufswunsch Hebamme. Und natürlich wollte ich es anders machen als die Hebammen meiner Mutter.

Nach dem Abitur bekam ich erst keine Ausbildungsstelle, die waren heiß begehrt. Ich startete ein Jahrespraktikum auf einer Entbindungsstation, durfte hier die erste Geburt miterleben und bewarb mich halbherzig um einen Medizinstudienplatz. Doch dann bekam ich zum April 1987 doch noch einen Ausbildungsplatz an der Uniklinik in Heidelberg, da eine Schülerin ihre Stelle nicht antreten konnte.

Die Geburtshilfe hier war geprägt von viel Intensivmedizin, was an einer Klinik mit Frühchenintensivstation nicht ausbleibt, doch leider wurde diese Medizin, für manche Frauen und Kinder wichtig, auch bei den normalen und gesunden Geburten immer wieder angewandt. Glücklicherweise durften wir zwei Externate machen, eins in einer kleineren Klinik und eins bei einer Hausgeburtshebamme,und hier durfte ich erfahren, dass man Vertrauen haben kann in die weiblichen Fähigkeiten zu gebären und in die der Kinder, geboren zu werden. Mein Wunsch, einmal eine ganz persönliche Geburtshilfe anzubieten, wuchs.

Nach der Ausbildung (1990) traute ich mich nicht sofort, in die Hausgeburtshilfe einzusteigen. Drei Jahre voller Intensivmedizin prägen eben doch. Ich fand eine Stelle in einem netten Kreißsaal bei Köln, in dem ich viele gute Erfahrungen machen durfte und unter anderem erleben konnte, dass Babys völlig ohne Probleme auch mit dem Po zuerst auf die Welt kommen können.

Die Liebe verschlug mich 1991 nach Lüneburg. Ich arbeitete in einer kleinen Klinik und wurde mit meinem ersten Kind schwanger, leider mussten wir die geplante Hausgeburt in eine Klinik verlegen, wo mein Sohn per Kaiserschnitt auf die Welt kam.
Nach seiner Geburt arbeitete ich im Kreißsaal in Winsen, wo es mir gut gefiel. Nachdem meine beiden anderen Söhne 1994 und 1997 zu Hause auf die Welt kommen durften, wollte ich  keine Krankenhausgeburtshilfe mehr anbieten. Zu häufig habe ich mich doch von der Klinikroutine unter Druck gesetzt gefühlt, zu intensiv war die Erfahrung meiner eigenen Geburten, wie anders es eben zu Hause ist. Unvergleichbar mit meinen Erlebnissen in der Klinik.

Und als es für mich 2001 organisatorisch möglich wurde, Rufbereitschaft anzubieten, startete ich in die Hausgeburtshilfe, erst als 2. Hebamme, bis ich dann ab 2002 auch als 1. Hebamme Anmeldungen hatte. Und heute kann ich sagen, hierin meine Berufung gefunden zu haben und hoffe, noch viele Geburten begleiten zu dürfen.