Häufig gestellte Fragen

Fragezeichen auf Sprechblasen aus Papier.
Wer kann eine Hausgeburt machen?

Jede im Wesentlichen gesunde Schwangere kann, wenn sie das möchte, zu Hause gebären.

Bei Besonderheiten in der Anamnese besprechen wir mit Ihnen gemeinsam, ob im jeweiligen Einzelfall eine Hausgeburt empfehlenswert ist. Dabei spielen der Gesundheitszustand der werdenden Mutter und der Schwangerschaftsverlauf, aber auch die Motivation und die Entfernung zur nächsten Klinik eine Rolle.

Kann ich mein erstes Kind zu Hause zur Welt bringen?

Auch bei Ihrem ersten Baby können Sie frei wählen, wo es geboren werden soll. Wir nehmen gerne auch Erstgebärende zur Hausgeburt an.

Ich bin schon vierzig, bin ich damit zu alt für eine Hausgeburt?
Zeichnung: Eine Schwangere mit der Zahl 40 auf dem Shirt fragt „Bin ich zu alt für eine Hausgeburt?“, eine mit der Zahl 18 „Bin ich zu jung für eine Hausgeburt?“. Die Antwort: „Aber nein!“

Nein, es gibt keine Altersbegrenzung für eine Geburt zu Hause.

Ich hatte bereits einen Kaiserschnitt oder eine schwierige Geburt. Kann ich trotzdem eine Hausgeburt versuchen?

Häufig ist das möglich, es kommt aber auf den Einzelfall an: Welche Umstände haben zu den Komplikationen geführt, und wie wahrscheinlich ist es, dass sie sich wiederholen? Wie verläuft die aktuelle Schwangerschaft?

Bitte fragen Sie uns, in einem persönlichen Gespräch finden wir gemeinsam Klarheit darüber, welcher Geburtsort in Ihrem Fall der sinnvollste ist.

Wir wohnen in einer Etagenwohnung. Kann man da auch eine Hausgeburt machen?
Zeichnung: Ein Auto mit dem Schild „Hebamme im Einsatz“ fährt zu einem Schild „Hausgeburt“, am Weg ein Bauwagen, ein Wohnblock und ein Einfamilienhaus, darüber ein Storch.

Ja, das geht gut. Viel Platz braucht man für eine Hausgeburt nicht. Auch ist es meistens bei einer Geburt nicht so laut, wie man es sich vorstellt! Allerdings macht es Sinn, wenigstens die unmittelbaren Nachbarn zu informieren. Wichtig ist, dass im Treppenhaus die Rettungswege freigehalten sind, falls es zu einer eiligen Verlegung ins Krankenhaus kommt.

Ist das zu Hause nicht eine furchtbare Sauerei?
Zeichnung: Ein Schwein im Stroh, dazu die Sprechblase „Furchtbare Sauerei?! Ach was!“. Eine Frau rollt eine Unterlage aus, eine andere trägt einen Wäschesack die Treppe hinauf zur Waschmaschine.

Der Bereich im Haus, wo das Kind geboren werden soll (Bett, Fußboden, Matte etc.) wird wasserdicht abgedeckt, darauf kommt ein Bettlaken o.ä., und zum Auffangen von Fruchtwasser oder Blut verwenden wir saugfähige Einmalunterlagen (so furchtbar viel Blut ist es übrigens meistens nicht!!).

Die werden nach der Geburt in einen Müllsack gesteckt, die Bettlaken kommen in die Waschmaschine.

Wir sorgen dafür, dass Sie sich nach dem Duschen in ein sauberes Bett kuscheln können.

Können meine großen Kinder mit dabei sein?
Zeichnung: Eine Betreuungsperson spielt mit einem Kind mit Bauklötzen, an der Tür hängt „Bitte nicht stören“. Unterschrift: „Betreuung gewährleisten“.

Viele Mütter sind entspannter, wenn sie während der Wehen nicht das Gefühl haben, auf ihre anderen Kinder Rücksicht nehmen zu müssen.

Da wir alle nicht wissen, wie sich das Miterleben einer Geburt auf die Seele der Kinder auswirkt, halten wir es für sinnvoller, wenn die Geschwisterkinder außerhalb der Wohnung bei Verwandten oder Freunden untergebracht sind.

Wenn Eltern und Kinder es trotzdem möchten, können die Großen im Haus sein. Voraussetzung ist, dass eine Betreuungsperson zusätzlich anwesend ist, die sich ausschließlich um das Wohl der Kinder kümmert und mit ihnen auch hinausgehen kann, wenn die Kinder oder die Gebärende es wünschen.

Ist eine Hausgeburt auch hygienisch genug?
Zeichnung: Ein Türkranz mit der Aufschrift „Hier wohnen Mama, Papa, Moritz & Katze Mimi und alle Hauskeime“, daran ein Zettel „Und bald auch ein Baby!“.

Wir verwenden sterile Instrumente und Handschuhe. Vaginale Untersuchungen und invasive Maßnahmen beschränken wir auf ein Minimum.

Insgesamt ist das Infektionsrisiko für Mutter und Kind zu Hause eher geringer als im Krankenhaus, weil die „Hauskeime“ eben die sind, mit denen Sie täglich Kontakt haben und gegen die folglich meistens auch eine Immunität besteht. Die Hygiene ist ein klares Plus für die Hausgeburt!

Aber was ist, wenn „etwas passiert“?
Zeichnung „Was, wenn ‚Etwas‘ passiert“: Eine Frau fragt ein Paar auf dem Sofa „Was meinst du mit ‚Etwas‘?“, der Mann antwortet „Etwas … etwas Gefährliches, etwas Schiefes … halt, irgendwie …“ und denkt an eine graue Gestalt mit der Aufschrift „Etwas“.

Es kommt vor, dass eine zu Hause geplante oder begonnene Geburt nicht zu Hause beendet werden kann.

Wenn Schmerzmittel oder Wehenmittel benötigt werden, Blutungen auftreten oder das Neugeborene überwacht werden muss, veranlassen wir die Verlegung in eine Klinik.

Da wir nach Möglichkeit diese Gründe vorher abzuschätzen versuchen, finden die meisten dieser Verlegungen frühzeitig und in Ruhe statt, in seltenen Fällen in Eile.

Wir informieren das Krankenhaus, so dass dort die erforderlichen Maßnahmen vorbereitet werden können.

Zur Überbrückung einer Notsituation haben wir Medikamente, Absauger und Beatmungsbeutel für Babys im Koffer.

Wir können in einem persönlichen Gespräch mit Ihnen durchgehen, was sich alles hinter diesem viel befürchteten „Etwas“ verbergen kann, und was man dann unternimmt. Erfahrungsgemäß tut es oft besonders den Vätern gut, dieses diffuse Etwas aufzuschlüsseln und transparent zu machen.

Kommt ein Arzt zur Geburt dazu?

Nein. Ein Arzt kann zu Hause nicht wesentlich mehr machen als die Hebamme. Wenn ärztliche Hilfe erforderlich ist, ist es auch sinnvoll, die Einrichtungen einer Klinik um sich zu haben.

Da wir aber gerne um die eigentliche Geburt herum eine zusätzliche helfende Hand haben, arbeiten wir meistens in dieser Phase zu zweit, das heißt, eine zweite Hebamme, meist aus dem Team, kommt kurz vor der Geburt des Babys dazu und assistiert bei Bedarf der ersten Hebamme.

Welche naturheilkundlichen Methoden nutzen Sie?

In unsere Arbeit fließen Homöopathie, Massagen, Kräuterheilkunde, K-Tapen sowie Elemente aus Osteopathie und Akupunktur mit ein.

In unseren individuellen Schwerpunkten ergänzen wir uns gegenseitig, bitte fragen Sie nach.


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