Schon 2 Wochen vorher bemerkte ich durch verschiedene Anzeichen, dass mein Körper sich auf die Geburt vorbereitete. Seit Beginn der Rufbereitschaft wartete und wartete ich, las x-fache Geburtsberichte und Anzeichen für den Anfang der Geburt, überlegte, was der perfekte Zeitpunkt des Beginns wäre und wann die Geburt wohl endlich los gehen würde.

 

Dienstag (13.10.) Nacht spürte ich regelmäßige Kontraktionen, also krampfartiges Unterleibsziehen, ich wachte davon auf. Richtige Geburtswehen waren es nicht. Ich war morgens unsicher, dachte es ginge vielleicht doch bald los und informierte Miriam das ich so ein „Gefühl“ hätte. So ein Gefühl das es bald losgehen könnte.
Ich täuschte mich, es passierte rein gar nichts mehr an diesem Tag.

 

Die Entscheidung zur Hausgeburt war schnell getroffen. Weniger rational als viel mehr vom Herzen her war für mich eigentlich sofort klar, dass ich für die Geburt nicht ins Krankenhaus wollte. In meiner Vorstellung sah ich mich in den Wehen liegend im Auto zum Krankenhaus fahren um dort durch den grell erleuchteten Eingangsbereich irgendwie zum Kreissaal zu kommen, den ich mir auf Grund von Corona nicht einmal hätte angucken können. Außerdem hatte ich ein Bild von gestressten Ärzten oder Hebammen im Kopf, die ich nicht kannte.

ET 10.02.2020 - geplante Hausgeburt/Traumgeburt

Nora Lynn geboren am 20.02.2020 mit 51cm, 3440g, Kopfumfang 36cm

Es ist halb vier in der Nacht und mir läuft es warm das Bein herunter – Blasensprung. Jetzt geht es also los. Irgendwie dann doch unerwartet.

Ich hatte mit einer Geburt vor dem ET gerechnet, da unsere Tochter auch früher kam. Bereits ein paar Tage vor dem ET hatte ich wegen einiger Beschwerden, die mir den Alltag sehr erschwerten, schon genug von der Schwangerschaft. Nach dem ET gab es zwei „Fehlalarme“ –

 

Zum Anfang meiner ersten Schwangerschaft war ich noch sehr überwältigt und habe mich erst relativ spät mit dem voraussichtlichen Geburtsort auseinandergesetzt. Je mehr ich mich mit dem Thema beschäftigt habe, desto mehr hatte ich gefühlt, dass eine Geburt im Krankenhaus nicht zu meinen Vorstellungen passt.


Nachdem ich morgens aufgestanden war, merkte ich, dass sich etwas anders anfühlte als sonst. Es war noch mehr ein Gefühl als körperliche Anzeichen. Dann bemerkte ich den leicht blutigen Ausfluss. Ich freute mich nach fast einer Woche über Termin mal wieder ein Zeichen von meinem Körper zu bekommen, dass es weitergeht.


Unser erstes Kind ist nach einer langen Geburt wie geplant im Krankenhaus geboren. Bei der zweiten Geburt haben wir während der Austreibung die Hausgeburt abgebrochen und sind ins Krankenhaus gefahren. Ich wünschte mir also jetzt sehr, dass es beim dritten Kind zu Hause klappen würde.