Die Geburt meines zweiten Kindes zu Hause war einfach schön. Zuerst war ich mir aber gar nicht sicher, ob ich eine Hausgeburt möchte, warum, kann ich gar nicht genau sagen.


Meine erste Schwangerschaft 2011 war schön und ohne Komplikationen. Ich freute mich sehr auf die Geburt unserer Tochter. Da ich mich sehr unwohl in Krankenhäusern fühle, beschlossen mein Mann und ich, unsere Tochter in einem Geburtshaus auf die Welt zu bringen.

 – ein Erfahrungsbericht

Meine beiden älteren Jungs sind im Krankenhaus zur Welt gekommen, da wir zu dieser Zeit noch in einer 5erWG gewohnt haben, was mich nicht unbedingt von einer Hausgeburt überzeugte. Aber jetzt wohnen wir in unserem eigenen zu Hause – und durch Lasses Geburt in unserem Schlafzimmer ist es noch viel mehr unser zu Hause geworden...


Meine erste Schwangerschaft 2009 verlief mit häufigen Komplikationen und entsprechenden Krankenhausaufenthalten und endete mit einer traumatischen Krankenhausgeburt. Danach folgten Stillprobleme und eine postpartale Depression.
Ich brauchte 4 Jahre, bis ich bereit war, meinem Wunsch nach einem zweiten Kind nachzugeben.

 

Unsere älteste Tochter ist im Geburtshaus geboren, ihre beiden Geschwister sind jeweils zu Hause zur Welt gekommen. Jede dieser Geburten war wunderbar. Jede war anders. Jede für sich habe ich in schönster Erinnerung. Unser viertes Kind sollte natürlich auch zu Hause geboren werden.


Anders als bei der ersten, verlief die Geburt unserer zweiten Tochter wie geplant. Nein -
besser, es war eine Bilderbuchgeburt! Ich habe bis dahin nicht gedacht, dass eine Geburt
so schön sein kann. Klar, waren auch Schmerzen dabei aber all das Drumherum hat das
nichtig erscheinen lassen.

Die Geburt von Josh am 8.2.2014
Meine älteste Tochter ist im Krankenhaus geboren, was für mich kein schönes Erlebnis war. Zur Begrüßung gleich eine Kanüle in den Arm; wechselnde Hebammen; Wehentropf; unfreundliche Ärztin; Hebammen, die nach Zigaretten rochen; Nachtschwester, die meinem Baby Fertignahrung gab, damit es nicht mehr schrie („die wird wohl nicht satt an der Brust")... all dies verunsicherte mich total und macht mich im Nachhinein wirklich traurig, denn so einen stressigen Start und so eine verunsicherte Mutter hätte meine Tochter nicht haben müssen.

 

2009 habe ich unseren ersten Sohn im Geburtshaus in Uelzen zur Welt gebracht.
Bei meiner zweiten Schwangerschaft 2012 stand ich nun vor dem Problem, dass es das Geburtshaus leider nicht mehr gab. Eine Geburt im Krankenhaus war für mich eine eher nicht so schöne Vorstellung. Erstens fühle ich mich in Krankenhäusern sehr unwohl und hinsichtlich einer Geburt lehne ich die häufig vorschnellen medizinischen Eingriffe ab. Zum Glück traf ich auf einem Geburtstag auf die Mutter von Oda Helene (Geburtsbericht ist auch hier zu finden) und sie erzählte mir von Vera. Daraufhin nahm ich Kontakt zu Vera auf und schnell war die Entscheidung für eine Hausgeburt klar.

Januar 2013

Eine Erstgebärende mit 37 Jahren? Darf frau da überhaupt über eine Hausgeburt nachdenken, wo sie doch sofort den Stempel „Risikoschwangere" nur aufgrund des Alters aufgedrückt bekommt? Und wo das Krankenhaus gute 30 km entfernt ist?
Bei meinem Antrittsbesuch bei der Gynäkologin, die die Schwangerschaft bestätigte und mir sofort „Patienteninformationen" mitgab, fühlte ich mich zwar durchaus gut aufgehoben, aber auch gleich abgestempelt als Patientin.... hey, ich bin schwanger, nicht krank! Ich bin keine Patientin!